Mein Batman Einstieg – Part 1


Batman ist ein großartiger Superheld, seine Superkraft ist die beste von allen: Geld. Aber Comics lesen ist eine ziemlich komplizierte Angelegenheit. Mit Mangas ist es leicht, man interessiert sich für eine Reihe und fängt einfach bei Band 1 an zu lesen. Mit amerikanischen Superhelden ist das wesentlich komplizierter, sodass ich einfach nie eine Ahnung hatte, wo denn jetzt „Band 1“ ist. Dieses fehlen eines Startpunktes hat mich lange Zeit davon abgehalten, es mal mit Comics zu versuchen, geschweige denn in die fortlaufende Serie einzusteigen. Doch vor einigen Wochen habe ich endlich mal ein bisschen Recherche betrieben, wie man am besten das Lesen einer bestimmten Reihe angeht, und dabei auch einige Vorschläge gefunden, die nicht unbedingt deckungsgleich waren. die Welt der Comics hat sich mir dadurch zwar immer noch nicht erschlossen, aber immerhin habe ich dadurch endlich sowas wie einen Anfangspunkt um den großen Knoten zu entwirren. Jetzt habe ich einen groben Plan, wie ich die Batman-Comics angehen möchte, nämlich möglichst chronologisch,  also dachte ich mir, dass ich euch einfach mal wissen lasse, wie ich mir die Sache so denke.

Na Na Na Na Na Na…

Batman: Year One

Frank Miller / David Mazzuchelli

Wie der Titel schon vermuten lässt spielt Batman: Year One ganz am Anfang der Geschichte und eignet sich daher perfekt als erste Wahl. Die wichtigsten Charaktere und Gotham werden dem Leser nicht nur vorgestellt, sondern auch tatsächlich näher gebracht.  Man erfährt wie Batman und James Gordon, noch ein Lieutenant, in Kontakt treten. Besonders Gordon, einer meiner Lieblingscharaktere, wird unglaublich menschlich dargestellt, mit all seinen Schwächen, und dadurch sehr greifbar. Das wichtigste was Year One meiner Meinung nach leistet ist jedoch, dass er Bruce Wayne/Batman und seine Hintergründe definiert. Dem Leser wird klar gemacht wer er ist, und was er will. Er ist ein Held und handelt nicht aus Rache für den Tod seiner Eltern, sondern weil er Gotham zu einem besseren Ort machen möchte. Dieser Aspekt wird besonders dadurch betont das Batman hier keinen Superschurken als Gegenspieler hat. Sein Erzfeind ist nicht der Joker, sondern das Verbrechen, und genau das macht einem Year One deutlich. Eine Auswahl die ich auf keinen Fall bereut habe.

 

…Na Na Na Na Na Na…

Batman: The Man Who Laughs

Ed Brubaker / Doug Mahnke / Patrick Zircher / Aaron Sowd

Was ich über The Man Who Laughs nicht wusste, bevor ich ihn in den Händen hielt, war, dass er zwei Geschichten enthält. Die erste ist The Man Who Laughs selbst und erzählt von Batmans erstem Kontakt mit dem Joker und eignet sich daher hervorragend um nach Year One gelesen zu werden. Die zweite Story hingegen, Made of Wood, ist ein seltsames Crossover mit Green Lantern, dessen Schwäche alles Hözerne ist, was immerhin den Titel erklärt. Trotzdem ist die Story vollkommen unpassend um zu diesem Zeitpunkt gelesen zu werden. Barbara Gordon (nicht die Ehefrau, sondern die Tochter) sitzt im Rollstuhl und Commissioner Gordon selbst ist schon im Ruhestand. Die Geschichte spielt also deutlich nach den Ereignissen aus Year One und The Man Who Laughs und ist daher einfach nur höllisch verwirrend. Ich empfehle sich den Band zu besorgen, The Man Who Laughs zu lesen und Made of Wood erstmal zu ignorieren.

…Na Na Na Na Na Na…

Batman: The Long Halloween

Jeph Loeb / Tim Sale

Wenn wir Made of Wood erstmal vergessen ist The Long Halloween die dritte Batman-Story die ich gelesen habe. Sie setzt zwar ein paar von Gothams Superschurken schon als bekannt voraus, allerdings sind das mit z.B. Poison Ivy und dem Riddler auch tatsächlich Charaktere die einem aus Film und Fernsehen bereits geläufig sein sollten. Es gibt also keine großen Probleme mit der Chronologie, wenn man diesen Comic an dritter Stelle liest. Auch hier wird nämlich der Hintergrund eines weiteren sehr bedeutenden Bösewichts beleuchtet, nämlich Harvey Dent aka Two-Face. Allerdings ist die Story nicht nur deshalb so interessant, sondern besonders, weil die Story sich liest wie ein guter Krimi. Von den bisher gelesenen Comics hat mir dieser daher am besten gefallen. Ich mag es nämlich, wenn mehr ermittelt als geprügelt wird, und außerdem finde ich es toll, wenn direkt ein ganzer Haufen interessanter Charaktere zugegen ist (z.B. Scarecrow, Calendar-Man). Auch optisch macht The Long Halloween einiges her, wie ein gedruckter Film. Einfach nur empfehlenswert.

…Na Na Na Na Na Na…

Bis hierhin lief mein schleichender Einstieg durch die Hintertür in die Batman-Geschichten einigermaßen Problemlos, aber da Geschah etwas, womit ich nicht gerechnet hatte: DC startet viele Serien neu! Eigentlich hatte ich ja vor meine Lust auf Comics nur mit Einzelbänden zu stillen, aber die Möglichkeit grade jetzt mit dem Neustart mit in die fortlaufende Serie einzusteigen kommt einfach zu gelegen, sodass ich nicht widerstehen konnte und mir sowohl Dark Knight #1, als auch die Detective Comics #1 sofort einverleiben musste. Dark Knight ist actionlastig, düster und mit Nightwing im Heft. Fand ich nicht schlecht, aber noch wesentlich besser gefallen haben mir die Detective Comics. Mehr Rätsel, weniger rohe Gewalt, wie es mir schon bei The Long Halloween so gut gefallen hat. Aber nicht nur das, sondern auch die Geschehnisse an sich hauen einen einfach um. Ich habe bestimmt zwei Minuten lang eine Seite angestarrt und konnte nicht fassen, was da grade passiert war. Aber ich verrate natürlich nichts, das müsst ihr schon selbst rausfinden. ;)

Im Zuge der New 52 wurden, wie der Name schon sagt, insgesamt 52 Serien neugestartet, genau jetzt ist also der Beste Zeitpunkt mit dem Comics lesen anzufangen, sofern man sich für irgendwas aus dem Hause DC interessiert. :)

…Batman!

Zu Part 2 geht es hier entlang!

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Ein Gedanke zu “Mein Batman Einstieg – Part 1

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