“I once had a girl, or should I say
She once had me.” – The Beatles, Norwegian Wood
Der April ist vorbei und ich habe nur einen Roman vorzuweisen, den ich auch noch größtenteils im März gelesen habe. Aber es geht schließlich Qualität über Quantität und man sollte bedenken, dass in den Lesemonat-Posts auch immer nur Bücher im klassischen, eigentlichen Sinne aufgeführt werden. Was ich außerdem noch so gelesen habe werde ich voraussichtlich in naher Zukunft auch mal vorstellen.
Haruki Murakami – Naokos Lächeln
16.03.2012 – 05.04.2012
Da man sich seit 1Q84 in keinem Buchladen mehr vor Murakami retten kann , und „Naokos Lächeln“ vor kurzem verfilmt wurde, bin schließlich auch ich auf diesen großartigen, japanischen Autor aufmerksam geworden. „Naokos Lächeln“ erzählt die Geschichte von Toru Watanabe, der im Flugzeug sitzt, wo „Norwegian Wood“ von den Beatles läuft. Dadurch erinnert er sich zurück an seine Studentenzeit in den 1960ern, während der er gleich zwei Liebesgeschichten erlebt hat. Die Story ist zwar auf den ersten Blick sicherlich nicht die spannendste, aber Murakami schafft es durch einen unglaublich schönen Erzählstil eine wahnsinnig plastische Welt zu erschaffen. Was mir wie immer gut gefällt ist, wenn ein Buch Bezüge zu weiterer Literatur, Popkultur und Zeitgeschehen herstellt, was hier zuhauf stattfindet. Neben literarischen Klassikern und den Studentenrevolten der 60er Jahre, wird besonders auf Musik eingegangen, sodass sich „Norwegian Wood“ als Thema durch den gesamten Roman zieht, dies erklärt auch den Originaltitel bzw. den englischen Roman- und Filmtitel. Den Film werde ich mir auch auf jeden Fall noch zu Gemüte führen, jedoch ahne ich erstmal dass es sich um einen klassischen Fall von „das Buch war besser“ handeln wird, da ich nicht glaube, dass diese sanfte Erzählweise und intime Atmosphäre, die aufgebaut wird, in bewegten Bildern so schön rüberkommen kann.
