Heute gibt’s mal wieder eine Frisur, und zwar die von meiner Lieblings-Schwarzmagierin: Lulu aus Final Fantasy X natürlich. Wie immer gilt, dass ich das ganze mache, weil ich Spaß daran habe, die Frisur mit meinen eigenen Haaren zu konstruieren. Würde ich die Frisur für ein Cosplay machen wollen und hätte nicht die Haare, die ich nun mal habe, würde ich das ganze auf eine andere Art mit verschiedenen Haarteilen angehen, aber das nur am Rande.
Nun zur Frisur der Dame: Lulu trägt ihre Haare im Prinzip zu einem Dutt hochgesteckt, aus dem drei lange Zöpfe hervorgehen. Der Dutt wird scheinbar durch vier verschiedene Haarstäbe bzw. Forken mit aufwändigen Verzierungen gehalten. Die vordere Partie ist seitlich gescheitelt und fällt locker, wie ein schräger Pony, über eine Gesichtshälfte bis etwa zum Kinn.
Das ist auch eigentlich schon alles, was wir aus den beiden PS2-Spielen und den offiziellen Artworks entnehmen können. Meine Version des Ganzen habe ich folgendermaßen aufgebaut:
- Pony aus dem Weg räumen, sonst wird’s unübersichtlich!
- Haare zu einem sehr hohen Pferdeschwanz binden.
- ein Duttkissen oder etwas Duttkissen-ähnliches um die Pferdeschwanz-Basis platzieren. (Ich benutze immer eine aufgerollte Wollstulpe, alte abgeschnittene Socken sollen es aber wohl auch tun. Dabei sollte die Farbe der eigenen Haarfarbe möglichst nahe kommen, sonst sieht’s unschön aus, falls später doch was durchscheint)
- die Zopfhaare in 6 Partien teilen, bzw. 4 kleine und eine größere, wie auch immer. 6 gleiche finde ich nur einfacher zu machen. ^^
- 4 der 6 Strähnen ganz normal flechten.
- m(o)ogeln: Die ungeflochtenen Haare wie bei einem Standart-Sockendutt über das Duttkissen drapieren, außen drum wickeln und feststecken. Dann einen der geflochtenen Zöpfe nehmen und den einigermaßen geschickt so auf dem Duttkissen/der Socke feststecken, dass es so aussieht, als ob der Dutt komplett aus geflochtenen haaren besteht. Dabei mit den Haarnadeln einfach direkt in den Stoff reinstechen, hält bombe. Dabei müssen die drei verbleibenden Zöpfe die ganze Zeit in der Mitte des Kissens bleiben und man muss irgendwie drum herum wurschteln.
- die Haarstäbe: die Originale besitze ich leider nicht, obwohl ich sie toll finde. Stattdessen habe ich einfach 4 andere bunte, bamselige Stäbchen genommen und unter das Kissen gesteckt.
- den Pony wieder befreien.
- sich entweder freuen, dass man dem Original halbwegs ähnlich sieht, oder aber wenigstens charakterliche Gemeinsamkeiten erzeugen und wütend werden.
Musikempfehlung: Nein, nicht die Überschrift, weil das ja eben schon die Überschrift ist, und das wäre ja langweilig. Mindestens genauso vorhersehbar, aber viel toller: Final Fantasy X OST – To Zanarkand (Tour de Japon).


