Black Magic Woman

Heute gibt’s mal wieder eine Frisur, und zwar die von meiner Lieblings-Schwarzmagierin: Lulu aus Final Fantasy X natürlich. Wie immer gilt, dass ich das ganze mache, weil ich Spaß daran habe, die Frisur mit meinen eigenen Haaren zu konstruieren. Würde ich die Frisur für ein Cosplay machen wollen und hätte nicht die Haare, die ich nun mal habe, würde ich das ganze auf eine andere Art mit verschiedenen Haarteilen angehen, aber das nur am Rande. ;)

“No matter how dark the night, morning always comes, and our journey begins anew.”

Nun zur Frisur der Dame: Lulu trägt ihre Haare im Prinzip zu einem Dutt hochgesteckt, aus dem drei lange Zöpfe hervorgehen. Der Dutt wird scheinbar durch vier verschiedene Haarstäbe bzw. Forken mit aufwändigen Verzierungen gehalten. Die vordere Partie ist seitlich gescheitelt und fällt locker, wie ein schräger Pony, über eine Gesichtshälfte bis etwa zum Kinn.

“Know pain! But not for long…”

Das ist auch eigentlich schon alles, was wir aus den beiden PS2-Spielen und den offiziellen Artworks entnehmen können. Meine Version des Ganzen habe ich folgendermaßen aufgebaut:

  1. Pony aus dem Weg räumen, sonst wird’s unübersichtlich!
  2. Haare zu einem sehr hohen Pferdeschwanz binden.
  3. ein Duttkissen oder etwas Duttkissen-ähnliches um die Pferdeschwanz-Basis platzieren. (Ich benutze immer eine aufgerollte Wollstulpe, alte abgeschnittene Socken sollen es aber wohl auch tun. Dabei sollte die Farbe der eigenen Haarfarbe möglichst nahe kommen, sonst sieht’s unschön aus, falls später doch was durchscheint)
  4. die Zopfhaare in 6 Partien teilen, bzw. 4 kleine und eine größere, wie auch immer. 6 gleiche finde ich nur einfacher zu machen. ^^
  5. 4 der 6 Strähnen ganz normal flechten.
  6. m(o)ogeln: Die ungeflochtenen Haare wie bei einem Standart-Sockendutt über das Duttkissen drapieren, außen drum wickeln und feststecken. Dann einen der geflochtenen Zöpfe nehmen und den einigermaßen geschickt so auf dem Duttkissen/der Socke feststecken, dass es so aussieht, als ob der Dutt komplett aus geflochtenen haaren besteht. Dabei mit den Haarnadeln einfach direkt in den Stoff reinstechen, hält bombe. Dabei müssen die drei verbleibenden Zöpfe die ganze Zeit in der Mitte des Kissens bleiben und man muss irgendwie drum herum wurschteln.
  7. die Haarstäbe: die Originale besitze ich leider nicht, obwohl ich sie toll finde. Stattdessen habe ich einfach 4 andere bunte, bamselige Stäbchen genommen und unter das Kissen gesteckt.
  8. den Pony wieder befreien.
  9. sich entweder freuen, dass man dem Original halbwegs ähnlich sieht, oder aber wenigstens charakterliche Gemeinsamkeiten erzeugen und wütend werden.

“Let’s end this.”

Musikempfehlung: Nein, nicht die Überschrift, weil das ja eben schon die Überschrift ist, und das wäre ja langweilig. Mindestens genauso vorhersehbar, aber viel toller: Final Fantasy X OST – To Zanarkand (Tour de Japon).

You are dead

Für einen großen Resident Evil-Fan gab es zu Weihnachten 2011 ein Umbrella Corporation-Komplettpaket. Dazu gab es zwei Ampullen mit T-Virus und Antivirus, die haben nämlich nicht mehr in den Karton gepasst. Auf den Karton habe ich das Logo der Umbrella Corp. mit Stencil-Technik und Acrylfarbe aufgemalt. Den blutigen Handabdruck und die Blutflecken habe ich mit roter Textilfarbe gemacht, weil der Verlauf irgendwie echter aussah, als hätte bereits ein Zombie dran lang getatscht. ;) Im Karton befanden sich diverse weitere Päckchen mit Nummerierung und ein Brief an den neu eingestellten Biochemiker, der den Inhalt der Päckchen erklärt. Ich zähle mal einfach auf, was in ein Resident-Evil-Fanpaket gehört:

Die Reste nach der Zombie-Apokalypse

-          Für manche Menschen ist es nur ein rot-weißer Regenschirm, mit den Augen eines Zombies betrachtet ist es ein Umbrella-Umbrella

-          4 Reagenzgläser mit Gefahrstoff-Aufklebern und Stopfen, an Weihnachten noch gefüllt mit verschiedenfarbigen Getränken

-          Weiße Marshmallow-Mäuse als Laborratten.

-          Ein Waschbär-Plüschtier. Herzlich willkommen in Raccoon City!

-          Eine Nerdbrille( ohne Sehstärken)

-          Und ganz zum Schluss ein weißer Laborkittel, auf den ich ebenfalls per Stencil-Verfahren das Umbrella-Logo gemalt habe

Bescherung!

Der Laborkittel, die Brille und vielleicht auch die Reagenzgläser werden übrigens als Teile eines Cosplays verwendet werden. Wir dürfen gespannt sein, wie der zombifizierte Umbrella-Forscher am Ende aussieht. Hier ein kleiner Vorgeschmack, nur grob das Logo auf der Kittelrückseite:

Braaaains!

Musikempfehlung: Nein, ich werde weder die Cranberries empfehlen, noch Lieder in denen “Umbrella” auf “ella” gereimt wird. Ganz besonders die letzteren nicht. Stattdessen würde ich zum “Resident Evil Main Theme” oder “Seizure of Power” von Marilyn Manson raten.

Barbie Girl

Im Zeitalter der Bronies kann man einem männlichen Wesen auch mal eine Barbie schenken. Zumindest wenn man diese Barbie ein wenig bemalt, beklebt, und passend anzieht, so dass sie aussieht wie der WoW-Charakter des beschenkten Geeks. Das Ergebnis ist wie bei allem was ich ausgebuddelt habe mehr schlecht als recht, und dennoch existiert eine gewisse Ähnlichkeit. ;) Ihre extrem riesigen Elfenohren hat sie leider verloren, war wohl einfach zu viel Gewicht für den Kleber. Ansonsten hat sie die üblichen weißen Nachtelf-Augen und als Gesichtstättowierung diese lustigen Tintenkleckse, die direkt vom Psychiater stammen könnten. Selbstverständlich sind die Haare lang und weiß, wie die von allen Nachtelfen.

Oichki-Poichki

Die Vorlage ist eine Nachtelf-Priesterin, und das ganze Projekt fand zu Burning Crusade-Zeiten statt, das geübte Auge erkennt sicher auch das hochwertige Karazhan-Equip. ;) Die Robe der Maskerade ist der Teil der Rüstung, der die meisten Details aufweist und der sicherlich auch am längsten gedauert hat. Ich habe mir da sowas von irgendwas zusammengewurschtelt, dass ich leider nicht mehr rekonstruieren kann, was ich da eigentlich fabriziert habe. :D Der Wappenrock der Frostes ist übrigens ziemlich originalgetreu geworden, auch wenn man das auf den Bildern leider nicht so erkennt. Außerdem  Ist die gute Oichi Ingenieur, daher das Kopfteil. Nach dem leichen Prinzip habe ich auch mal eine kleine Gnom-Magierin gebastelt, aber von der habe ich keine Fotos, vielleicht werden die eines schönen Tages nachgereicht.

und nun: Oichi und das Geheimnis von Fairytopia

Musikempfehlung: Red Hot Chili Peppers – „Dani California“ – she’s my priestess, I’m your priest.

Lesemonat Februar 2012

“[...] eine Legende ist für mich wie eine Speisekarte in einem vornehmen französischen Feinschmeckerlokal: eine elegante, komplizierte Tarnung für eine Tatsache, die man sonst sicher nicht schlucken würde” – William Blatty, Der Exorzist

Und wieder ist ein weiterer Lesemonat vergangen, dieses mal allerdings weniger ereignisreich als der Erste. Die meisten Dinge, die ich im Februar gelesen habe, hatten was mit Chemie zu tun, und das möchte ich euch dann doch lieber ersparen. ;)

Odette Toulemonde und andere Geschichten

Eric-Emmanuel Schmitt- Odette Toulemonde und andere Geschichten

31.01.2012 – 01.02.2012

Eigentlich bin ich kein besonders großer Fan von Kurzgeschichten, aber ich hatte bereits „Oskar und die Dame in Rosa“ und „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ von Schmitt gelesen, die auch eher die Form von Kurzgeschichten hatten. Da ich beide sehr gut fand, interessierten mich auch andere Werke und ich kaufte mir „Odette Toulemonde und andere Geschichten“, was ich sonst vermutlich nicht getan hätte. Das Buch beinhaltet insgesamt sechs Kurzgeschichten, die allesamt als Porträts verschiedener Frauen bzw. Beziehungen durchgehen sollten. Die einzige von der ich den Klappentext schon kannte (Odette Toulemonde) , hat mir im Nachhinein sogar am wenigsten zugesagt, denn insgesamt fand ich die Geschichten wirklich berührend und jede für sich einzigartig. Mein Favorit war „die fremde Frau“, jedoch halte ich das gesamte Buch für lesenswert. :)

Der Exorzist

William Blatty – Der Exorzist

01.02.2012 – 29.02.2012

„Der Exorzist“ wird den meisten von euch sicherlich als Filmtitel (1973) geläufig sein, ich habe nun endlich die Buchvorlage (1971) gelesen, übrigens schrieb Blatty auch das Drehbuch für den Film. Ich werde jetzt keinen Vergleich von beidem ziehen, dafür habe ich den Film auch einfach zu wenig in Erinnerung. Zunächst eine nicht unwichtige Anmerkung: Der Zeitraum den ich angegeben habe, ist nicht der Zeitraum in dem ich das Buch effektiv gelesen habe, tatsächlich habe ich im Februar fast garnicht gelesen. Für den Exorzisten habe ich im Endeffekt grade mal zwei Tage gebraucht, es ist also durchaus fesselnd, denn wenn die Geschichte erstmal ins Rollen gekommen ist, kann man es kaum noch aus der Hand legen. Interessant ist, dass die Problematik des Geisteskranken, der für besessen erklärt wird und an dem ein Exorzismus durchgeführt wird, hier in einer aufgeklärteren Zeit genau umgekehrt auftritt. Ein Mädchen zeigt typische Symptome einer „Besessenheit“ und wird daraufhin von diversen Ärzten auf alle erdenklichen körperlichen und psychischen Krankheiten hin untersucht, jedoch ohne eine wirklich befriedigende Erklärung ihrer Symptome zu finden. Der Prozess, den man selbst dabei beim Lesen miterlebt, nämlich das langsame aber sichere Anerkennen der Besessenheit im spirituellen Sinne, aus Mangel an wisschenschaftlichen Begründungen, ist durchaus interessant mitzuerleben. Natürlich hält der Glaube an Dämonen nur an, solange man noch in den Roman vertieft ist, meinen Verstand habe ich beim Lesen nämlich nicht verloren. Ich habe mich nur von der Denkweise der Geschichte mitreißen lassen, was einem nicht sonderlich schwer fällt, wirklich interessant und empfehlenswert. :)